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Montag, 26. Oktober 2009

Heimflug und Zusammenfassung

Wir sitzen in Quito am Flughafen (seit 7:30h,ohne Frühstück und das nun schon mehr als 3 h) und warten auf unsern Flieger. Der um fast 2 Std verspätet abfliegen wird (hoffentlich). In Ams ham ma 3 Std Aufenthalt, dann also nur mehr 1 - das könnt eng werden .... vamos a ver. Alles Gepäck hat gepasst, hams teilweise sicherheitshalber wrappen lassen ...



Peru:

Bestens gefallen hats mir in Trujillo und Cajamarca – im Norden. Im Süden: Arequipa und Cusco und natürlich der Machu Picchu und der Titicaca See (trotz der vielen Touris) ham mi begeistert, kalt wars in Puno - sonst alles bestens.

Lima kannst vergessen – da reicht locker ein Tag um das Zentrum zu sehen, der Rest …… auch Miraflores - s liegt zwar am Strand (Pacific), viele Wellen (also toll für die Surfer), aber halt sehr kalter Wind.


Ich würde nicht so viel fliegen und so oft in Lima Aufenthalten haben, sondern mitn Bus von Lima nach Nazca fahren (Paracas ev auslassen), weiter nach Arequpia (länger bleiben), weiter nach Puno (ev Colca Canon auslassen), dort Titicaca und Umgebung gemütlich anschaun und dann nach Cusco (so lang als möglich dort bleiben, inkl Machu halt). Dadurch war die Höhenaklimatisierung auch ok, muss nicht über den 4900 m Pass zum Colca sein. Langsam wär ev sogar gscheiter.


Die Autofahrer sind irre, die Taxifahrt zurück zum Flughafen war immer ein Wahnsinn – der Verkehr ist furchtbar, kreuz und quer, alle Autos sind rundherum beschädigt, musst Glück haben, wennst in keinen Unfall verwickelt bist – obwohl Unfälle ham ma eigentlich gar keine gesehen, nur die fahren alle wie der Teufel.



Ecuador:


Der Hit ist natürlich Galapagos! Hatte keine Erwartungen, keine Vorstellung - es war einfach nur beeindruckend, die Tiere und die Landschaft - einfach alles.


Der Dschungel ist ebenfalls sehr beeindruckend, wenngleich unsere Tour zur Hälfte der Wahnsinn schlechthin war. Der versprochene Aufenthalt beim Scharmanen (weswegen wir 1 Tageswanderung und dann am nächsten Tag noch mal 1/2 Tag Wanderung auf uns nahmen) fiel aus ... ned nur weil er krank ist, sondern weil sichs einfach nicht ausging. Diese 4 Tage in den Gummistiefeln und inmitten aller Moskitos will ich nicht wiederholen. Die beiden ersten Tage bei den Waoranis waren schön, aber sie werden leider langsam aber sicher zu sehr "kultiviert" und verlieren ihre Eigenheiten - das gefällt mir nicht wirklich.


Ein weiterer Hit ist Banos - mitten in den Bergen, tolle Landschaft, super Klima, total ungefährlich und schön. Riobamba gibt nix her, da musst halt hin, wennst den Zug zur Teufelsnase nehmen willst - aber der fährt ja auch leider nicht mehr so wie früher, man sitzt in einem Schienenbus und das is es.

Toll war natürlich das shoppen am Indiomarkt und Mitad del Mundo - Quitos Altstadt ist auch schön.


Alles in allem ist Ecuador leider (jedenfalls in Quito) die letzten beiden Jahre sehr gefährtlich geworden, es gibt unendlich viele Leute, die keine Arbeit haben und daher Touris überfallen. Gestern abend wurde Klaus noch mal Zeuge eines Überfalls, direkt vor unserem Hotel.


Ecuador ist teurer als Peru - sie haben dei US-Dollar seit 2000 (vorher Sucre) und damit hat sich (wie halt bei uns mitn Euro) alles verteuert. Die Autofahrer sind relaxter als in Peru ...


Landschaftlich gibt Ecuador sehr viel her - aber das tut Peru auch!


Alles in allem: es war eine tolle Reise, sehr viele Eindrücke und hätt ich mein Tagebuch und meinen blog nicht, wüsste ich wahrscheinlich nicht, wo ich wann was gesehen (und gekauft ;-)) hab.


Hoffe, der Heimflug geht ok - freu mich auf mein Bett und auf daheim .....


Daheim angekommen - es war noch ziemlich aufregend: Mehr als 2 Std verspätet in Qutio abgeflogen, Zwischenstop in Bonaire (nette karibische Insel) zum Auftanken im Blitztempo und 1/2 Std aufgeholt. In Amsterdam an um 6:30 - Weiterflug um 7:20 - naja, wir schafften es gerade noch mit Laufen, unser Gepäck natürlich nicht. Das heißt, wir warteten in Muc (Ankunft 8:45 h) dann gut 2 Std auf unser Gepäck und da ich mit SMS auch wieder heimfuhr, dauerte es nochmal ewig, weil sie Lady über Salzburg fahren musste wegen anderer Gäste. Um 15:45 h war ich dann endlich daheim, also 28 Stunden unterwegs!!

Indiomarket in Otavalo und heut Mitad del Mundo

Sa, 24.10.
Fruehmorgens vor 8 h gings schon los, denn nach Otavalo gehts wieder kreuz und quer, die Berge rauf und runter ... 2,5 Std fuer 80 km!
Der Indiomarket / Josef hatte nicht zu viel versprochen ... da gibts Sachen, irre, unendlich viele Standln und wir bummelten ca 4 Std da durch ... kann sich jeder vorstellen, dass wir dem Shopping/Wahn verfallen sind? Bin gespannt, wie ich all das Zeug heim/ und dann an Mann/Frau bringen werd ... aber seit wir wissen, dass wir 2 Gepaeckstuecke mitnehmen duerfen zu je 23 kg ... na bitte ... das muss sich ausgehn .....

Nach dem ausgiebigen Bummel in Otavalo fuhren wir noch in das Lederstaedtchen Cotacachi, da solls tolle Ponchos geben. Gibts, war aber schwierig, DEN zu finden ....
Abends gemuetlich und lecker gespeist beim Mongolen und mal probepacken .... oh oh ...



So, 25.10.
Mitad del Mundo / das stand noch aus. Da kannst AM Aequator stehn, das Museum ist auch gut bestueckt und im Planetarium gibts eine tolle Sternenshow.
Dann fuhren wir mit unserem Tagestaxi noch zu einem Vulkan ganz in der Naehe um die Caldera zu bestaunen ...


Und dann stand noch der eigentliche Mittelpunkt der Welt auf dem Programm, denn die Indios sagen (und neueste GPS-Messungen besaetuten das), dieser Mittelpunkt der Welt liegt 250 m weiter (ich glaub, es war noerdlich). Da gibts bei der Fuehrung auch tolle Erklaerungen, das Wasser dreht sich im Abfluss nicht, sondern laeuft gerade ab, auf dem Strich des Aequadors kann man nicht gerade gehen, es zieht einen immer entweder Richtung Sueden oder Norden ... war alles sehr interessant.

Der letzte Tag in Quito war wieder voll Sonnenschein, richtig heiss / tagsueber jedenfalls. Zurueck im Hotel, schnell erfrischen und nochmal kurz auf den hiesigen Market ... restliche Dollares unter die Leute bringen. Jetzt steht noch das letzte gemeinsame Abendmahl am Programm, Josef bleibt ja noch ein paar Tage, Klaus und ich fliegen morgen frueh um 10>20 h heim, das Taxi wird uns um 7 h abholen und dann gehts los ... Es war toll! Eine Zusammenfassung meiner persoenlichen Meinung steht noch aus, die gibts dann, wenn ich wieder daheim bin.

Samstag, 24. Oktober 2009

Banos und Quito (Altstadt)

Do, 22.10.

Eine nasse Nacht (es schüttete aus Kübeln, und das in Banos, wo normalerweise immer die Sonne scheint ;-) und dröhnendem Weckruf um 5 h von den Musikern, die den ganzen Oktober lang durch die Straßen ziehen und stundenlang (normalerweise! Um 5 h morgens spielten sie nur 2 x kurz und das wars dann, aber auch mit schlafen) – und die Virgen de Agua Santa (Die Jungfrau des Heiligen Wassers) ehren, ein ganzen Monat lang Fiesta!

Gemütliches Frühstück und – die Wolken hoben sich, die Sonne kommt zwar nicht wirklich durch, aber es regnet nicht mehr!

Ein kurzer Spaziergang durch die Gassen und dann …. Ja, mitn Taxi rauf nach Luna Runtun, unser Relaxtag stand ja am Programm. Herrlich, wir suhlten uns fast 2 Stunden in den vulkanwassergespeisten Becken und dem Whirlpool bevor wir wieder diese herrliche Massage genossen, wie schon die Woche zuvor. Unsere müden Muskeln wurden wieder auf Vorderfrau gebracht.

Zum Abschluss noch ein leckeres Mahl (diesmal zu Mittag, sprich um 14:30 h), dann schauten wir uns noch die tollen Zimmer an ….. und dann hieß es, Abschied nehmen von Luna Runtun und Banos.

Mit dem 17 h Bus gings Richtung Quito – um 20:30 h kamen wir am Busbahnhof Süd an und mitn Taxi zu unserem Hotel. Unser Großgepäck holen (lassen), umpacken – nun bleiben wir bis zum Schluss hier in diesem Hotel, mein sauberes Gewand geht zu Ende …

Dann gingen wir mit Josef noch auf ein-zwei Bierchen und erzählten von unseren Dschungelerlebnissen (er hatte uns alleine in den Dschungel geschickt, er hatte geschäftliche Termine in Quito gehabt).

Fr, 23.10.

Ausschlafen!! Erst um 9 h ;-)) gings mitn Taxi Richtung Altstadt – heute stand Altstadt-Bummel am Programm. Ohne meine große Kamera, nur mit der kleinen Digi und minimini Bag (nur Wasser und Stadtplan) bewaffnet … damit es ja keine unliebsamen Überraschungen mehr gibt! Drum sind heut leider die Bilder nicht ganz sooo toll von der Qualität.

Besichtigungen von:

Basilica de Voto National (und Besteigung der Türme, oh Mann, schon wieder ein Abenteuer!), dann über die Grand Plaza zum Präsidentenpalast, der Kathedrale und der wunderschönen Jesuitenkirche La Compania de Jesus, Durst (nach Kaffee) am Plaza San Francisco (die Kirche war leider zu, denn inzwischen war es Mittag).

Wir beschlossen, mit dem Taxi zum Panecillo (einem Aussichtsplatz über der Stadt, mir herrlicher Sicht in jeder Richtung, bis zu den Bergen) zu fahren. Leider holte uns der Typ dann nicht wieder ab, wie besprochen. Doch irgendwann kam ein anderes Taxi und wieder hinunter ins Gewühl, zur Plaza Santo Domingo (Kirche immer noch zu, die Zeiten des Reiseführers stimmten mal wieder nicht), doch es gab eine Essen-Trinken-Messe mit Produkten aus den verschiedenen Regionen, lecker!

Dann spazierten wir durch die Calle de la Ronda (auch hier scheint es Ärger gegeben zu haben, es war kaum was los und – wie überall in den Straßen – verstärkte Polizeikontrollen (die sind extrem präsent in fast allen Straßen Quitos, im Moment gibt’s täglich Demos der Studenten). Wieder zurück zur Plaza San Francisco, ich wollte in die Capella Cantuna rein (die wurde vom Teufel gemacht, heißt es), doch die war auch zu …. Gut dann nicht! Durst, also irgendwo hinsetzen ….

Zwischendurch musste ich noch einen Ecu schimpfen, der an ein Gebäude hinp….., er verstand wohl den Sinn meiner Aussage, denn er legte auch los mit Geschimpfe. Nö, hab mich zurück gehalten und so getan, als ob ich nix verstehen würde.


Dann fuhren wir mit dem Taxi wieder Richtung Neustadt (Mariscal, wo wir ja auch wohnen), ich wollte noch ins Museo etnohistorico de artesanias del Ecuador (ich liebe so etno Museen), es war wirklich sehr sehenswert.

Da wir schon in der Nähe unseres Hotels waren, spazierten wir zurück, schnell noch auf ein Eis und ab ins Hotel zum relaxen. Abendessen … diesmal tapas y vino ... und dann ab in die Heia, denn morgen müssen wir schon bald aus den Federn.

Morgen steht Otavallo (der größte Indiomarkt Ecuadors) und Cotocache (Lederstaedtchen) am Programm und am Sonntag noch Mitad del Mundo.

Und das wars dann – am Montag geht unser Rückflug in die Heimat, um 10:20 h ab Quito, mit Ankunft in München am Dienstag um 9:10 h (das sind nicht 23 Std - wegen der Zeitdifferenz (7 Std) „nur“ 16 Std.